Seit Herbst 2021 gibt es in Gerlingen den Verein Hospizdienst Gerlingen e.V., der schwer kranken und sterbenden Menschen ein menschenwürdiges Leben bis zuletzt ermöglichen möchte. Birgit Priemer ist auf der Mitgliederversammlung Mitte März zur neuen Vorsitzenden gewählt worden. Nun wirbt der Verein um neue Mitglieder und um Menschen, die sich im Ehrenamt aktiv als Hospizhelfer einbringen wollen.

Letztlich wird der zeitlich größte Teil der Hospizarbeit aber nach wie vor von Ehrenamtlichen getragen. Ohne deren gelebte Solidarität mit hilfsbedürftigen Menschen wäre Hospizarbeit nicht möglich. Hospizhelfer entlasten Angehörige, übernehmen Sitzwachen, hören zu, sind da, wenn sie gebraucht werden. Eine der dringendsten Aufgaben des Hospizdienstes in diesem Jahr wird es nun sein, Vereinsmitglieder und ehrenamtliche Helfer zu gewinnen.

Reinhard Ernst, Geschäftsführer der Sozialstationen Leonberg, Gerlingen und Weilimdorf und Stellvertretender Vorsitzender des Hospizdienst Gerlingen e.V., berichtete auf der Mitgliederversammlung in der Seniorenwohnanlage in der Schillerstraße von den Vorbereitungen für einen ersten Ausbildungskurs.

Persönliche Erfahrungen mit der Hospizarbeit hat die einstimmig gewählte Vereinsvorsitzende Birgit Priemer. Die Journalistin lebt seit 2004 in Gerlingen, 600 Kilometer entfernt von ihrem Elternhaus. Als ihre Eltern und ein alleinstehender Onkel im Sterben lagen, habe sie „beeindruckend gute Erfahrungen mit vielen Pflegenden“ gemacht. Im Hospiz habe ihr Onkel sogar wieder lachen können. „Nun will ich etwas zurückzugeben und Ihnen helfen, Ihre Arbeit zu machen“, stellte Birgit Priemer ihr Anliegen vor.

 von links: Georg Brenner, Stefan Fritzsche, Gudrun Binder, Reinhard Ernst, Birgit Priemer, Alexandra Haug

 

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